Kein Magermilchpulver aus der Intervention verkauft

15. Juli 2010

Kein Magermilchpulver aus der Intervention verkauft

Die Europäische Kommission hält sich beim Verkauf von Magermilchpulverbeständen aus der Intervention weiter zurück. Beim zuständigen Verwaltungsausschuss am vergangenen Donnerstag wurden Angebote über insgesamt knapp 2.800 t samt und sonders zurückgewiesen. Selbst der gebotene Höchstpreis von 2,15 Euro/kg war der Brüsseler Behörde noch zu wenig. Dieses Gebot liege immer noch sowohl unter dem EU-Durchschnittspreis für Lebensmittelqualität in Höhe von 2,32 Euro/kg als auch unter der Futtermittelnotierung von 2,165 Euro/kg, hieß es. Damit sind die Lager weiter prall gefüllt, obwohl bereits seit Anfang Juni Ausschreibungen stattfinden. Der Verkauf von Butter verlor an Fahrt: Von den noch zur Verfügung stehenden 1.750 t wurden lediglich gut 200 t abgegeben. Den Zuschlag erhielt ausschließlich das Höchstgebot von 3,61 Euro/kg. Für die nächste Ausschreibung am 20. Juli stehen noch 1.545 t Butter und 79.553 t Magermilchpulver zur Verfügung. Unterdessen zogen die Preise für Milchprodukte überwiegend weiter an. Butter legte zum 4. Juli im Wochenvergleich um 1,2 % auf EU-weit durchschnittlich 3,58 Euro/kg zu. Magermilchpulver verteuerte sich marginal, nämlich um 0,2 %, auf 2,32 Euro/kg, während Trockenmilch mit vollem Fettgehalt zu unverändert 2,93 Euro/kg gehandelt wurde. Bei Käse wurde Emmentaler deutlich fester notiert: 4,64 Euro/kg waren 3,8 % mehr als in der Vorwoche. Der Preis von Edamer kletterte um 0,3 % auf 2,93 Euro/kg. Dagegen verbilligte sich Cheddar um 1,5 % auf 3,04 Euro/kg. Der Molkenpulverpreis fiel um 2,1 % auf 0,69 Euro/kg. Die insgesamt stabile Marktlage bei Milchprodukten spiegelte sich auch darin wider, dass die Kommission zum ersten Mal seit Wiedereinführung der Ausfuhrerstattungen Anfang 2009 keine Anfragen nach Exportzuschüssen für Butter oder Magermilchpulver erhielt.

AgE/LVN

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