

Seit ihrem Start im Jahr 2022 hat sich die Klimaplattform Milch kontinuierlich weiterentwickelt. Inzwischen sind mehr als 5.000 Milchkuhbetriebe klimabilanziert. Insgesamt beteiligen sich elf Molkereien an der Klimaplattform, die von der Fokus Milch GmbH finanziert wird.
Für das Jahr 2027 geht die Klimaplattform Milch den nächsten Entwicklungsschritt: Mit dem Update wird die Klimabilanzierung auf den teilnehmenden Milchkuhbetrieben weiter verfeinert. Künftig gibt es die Möglichkeit, auch betriebsindividuelle Daten zum Futteranbau in die Berechnung einfließen zu lassen. Gleichzeitig werden die Ergebnisdarstellung und die Anwenderoberfläche weiterentwickelt und die Voraussetzungen für einen einfacheren Datenaustausch mit anderen Systemen geschaffen.
„Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind und bleiben zentrale Themen für die Zukunft der Milchwirtschaft. Mit der Klimaplattform Milch haben wir diese Entwicklung von Anfang an aktiv mitgestaltet und frühzeitig eine gemeinsame Lösung für die Branche geschaffen. Dass inzwischen mehr als 5.000 Betriebe klimabilanziert sind und sich elf Molkereien beteiligen, zeigt, wie groß die Akzeptanz in der Praxis ist. Mit dem Update 2027 entwickeln wir die Plattform konsequent weiter und stellen uns gemeinsam den wachsenden Anforderungen“, erklärt Jan Heusmann, Vorstand der Fokus Milch GmbH.
Eine wesentliche Neuerung betrifft die Berechnung der Emissionen aus dem Futteranbau. Während bislang für bestimmte Bereiche Standardwerte in die Klimabilanz einflossen, können mit dem Update 2027 betriebsindividuelle Daten zum Anbau der Gras- und Maissilage berücksichtigt werden. Damit lässt sich der CO₂-Fußabdruck der Milch noch differenzierter abbilden.
Nora Lahmann, Nachhaltigkeits-Expertin der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. (LVN) erläutert: „Der Futteranbau ist ein wichtiger Einflussfaktor auf den CO2-Fußabdruck der Milch. Die detailliertere Erfassung schafft zugleich eine bessere Grundlage, um Unterschiede zwischen den Betrieben sichtbar zu machen und mögliche Ansatzpunkte zur Verbesserung der eigenen Klimabilanz zu erkennen.“
Weiterentwickelt wird auch die Ergebnisberichterstattung. Die Klimaplattform stellt künftig zusätzliche und detailliertere Informationen zur Klimabilanz bereit. Damit trägt das Update den weiterentwickelten internationalen Anforderungen Rechnung und ermöglicht eine Berichterstattung, die den Ansprüchen der Science Based Targets initiative (SBTi) entspricht.
Für die beteiligten Molkereien sind vergleichbare und international anschlussfähige Daten insbesondere im Austausch mit Handel und internationalen Geschäftspartnern von zunehmender Bedeutung. Bereits seit 2025 basiert die Klimaplattform Milch auf der bundesweit einheitlichen Klimabilanzierungsmethodik Berechnungsstandard für einzelbetriebliche Klimabilanzen (BEK).
Neben der fachlichen Weiterentwicklung steht beim Update für 2027 erneut die Anwenderfreundlichkeit im Fokus. Die Oberfläche der Klimaplattform wird überarbeitet und für die Nutzung auf unterschiedlichen Endgeräten weiterentwickelt. Künftig soll dadurch auch eine komfortable Anwendung auf Tablets möglich sein.
Gleichzeitig soll der Aufwand für die Dateneingabe weiter reduziert werden. Dafür ist für 2027 vorgesehen, zusätzliche Schnittstellen zu anderen Systemen zu schaffen. Daten, die auf dem Betrieb bereits vorliegen, sollen perspektivisch übernommen werden können, anstatt sie erneut manuell in die Klimaplattform einzugeben. Damit greift die Weiterentwicklung einen wichtigen Wunsch aus der landwirtschaftlichen Praxis auf.
Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Klimaplattform Milch wollen die beteiligten Partner den Betrieben auch künftig ein praxisnahes Instrument zur Verfügung stellen, das eine verlässliche Klimabilanzierung ermöglicht und gleichzeitig den Aufwand für die Datenerfassung minimiert.
Weitere Informationen zur Klimaplattform Milch unter www.klimaplattform-milch.de.
Fokus Milch/LVN
Ansprechpartner für diesen Bereich


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