Milchlandpreis 2010: Sabine und Andreas Lohmöller auf Platz 5
LVN: Sie haben sich zum ersten Mal beworben? Wie kam es zur Teilnahme am Milchlandpreis?
Sabine Lohmöller: Wir wollten uns eigentlich schon 2009 bewerben, doch da hat es einfach nicht gepasst. Im letzten Jahr sprach uns dann ein Berater der Landwirtschaftskammer an, dass wir uns unbedingt bewerben sollen. Das haben wir dann getan.
LVN: Bei der Prüfung gab es bei der Tierhaltung in Ihren Ställen keine Verbesserungsvorschläge von Seiten der Gutachter. Welche Maßnahmen ergreifen Sie im Bereich Kuhkomfort?
Andreas Lohmöller: Unsere Kühe haben es wirklich gut bei uns. Das Stallklima wird immer genau überwacht. Der Stall ist zwar 30 Jahre alt, doch durch Umbaumaßnahmen (Öffnung der Seiten) haben wir ein optimales Stallklima erreicht. Der Hauptgrund ist aber meiner Meinung nach unser Boxenmanagement: Wir streuen jeden Tag neu nach und machen mehrmals am Tag in den Liegeboxen sauber. Dadurch schaffen wir die Grundlage für saubere Kühe – die Kühe finden immer saubere Matratzen, die gut eingestreut sind, vor.
LVN: Welche Ansatzpunkte/Änderungsvorschläge haben Sie nach der Begutachtung als erstes verfolgt bzw. umgesetzt?
Andreas Lohmöller: Es sind erst einmal kleine Dinge, in die ich mich jetzt eingearbeitet habe, z.B. die umfassende Auseinandersetzung mit meiner Altersvorsorge und der Berufsunfähigkeit. Außerdem habe ich mich nun intensiver mit unserer Energieversorgung beschäftigt und mich mit der Kraft-Wärme-Kopplung auseinander gesetzt.
LVN: Was sind Ihre Stärken/Steckenpferde?
Andreas Lohmöller: Das können wir ganz eindeutig sagen: Das ist die Zucht. Unsere Kinder pflegen die Vorliebe schon in der 4. Generation. Alle vier sind inzwischen begeisterte Jungzüchter, sie führen die Schauen eigenständig durch. Ich lasse ihnen freie Hand. Die Auswahl der Anpaarungen wird aber im Familienrat besprochen, vor allem die ältesten Jungs haben hier ihre ganz konkreten Vorschläge.
LVN: Wie sehen Sie die zukünftige Entwicklung des Betriebes? Steht der Hofnachfolger schon fest?
Sabine Lohmöller: Im Moment denken wir, dass einer der beiden ältesten Söhne (Jake, 16 und Devon, 14) den Betrieb übernehmen wird. Solange noch nicht geklärt ist, wer es sein wird, werden wir zwar neue Stallbaupläne schmieden, die sicher eine Kuhaufstockung beinhalten, sie aber noch nicht umsetzen. Das wird dann gemeinsam verfolgt, wenn die Nachfolge klar ist.
LVN: Frau Löhmöller, Sie sind als Stadtmensch in den Betrieb eingeheiratet. Wie hat das funktioniert?
Sabine Lohmöller: In der ersten Zeit hatten wir einen Auszubildenden und ich habe neben dem großen Haushalt weiter als Altenpflegerin gearbeitet. Aufgrund der Schichtarbeit wurde das mit den Kindern immer schwieriger. Dann haben wir uns dazu entschlossen, dass ich in den Betrieb einsteige. Heute versorge ich die Kälber und bin auch mit dem Melken vertraut. Ich kann überall einspringen – das klappt wunderbar.
Das könnte dich auch interessieren
Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen