Milchmarkt

01. September 2019

Milchmarkt im Aufwind

Anders als vor drei Jahren zeigt sich jetzt aber die Nachfrage nach Milchprodukten als sehr stabil. Dies gilt für den deutschen und europäischen Markt, insbesondere aber für die Drittlandsmärkte, wie zum Beispiel die Länder Südostasiens, Russland und auch Länder Südamerikas. Die Ausfuhren von Molkereiprodukten konnten im 1. Halbjahr 2012 um ein Viertel gesteigert werden. Magermilchpulver, Molkenpulver und auch Käse führen die Entwicklung an. Seit Mitte des Jahres geht gleichzeitig weltweit das Milchaufkommen saisonal stärker als erwartet zurück – in den USA und Russland eine Folge der klimatischen Ausnahmesituation, in Westeuropa sicher auch eine Folge der hohen Futtermittelpreise. Wie die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen (LVN) berichtet, spiegelt sich diese Marktsituation auch bereits bei der Preisentwicklung von Butter und – etwas verzögert – von Käse wider. Die Milcherzeuger können im Herbst mit anziehenden Auszahlungspreisen rechnen.

Hier gilt es allerdings zu unterscheiden: Völlig unbefriedigend ist die Situation auf dem Trinkmilchmarkt und bei Frischprodukten. Zur Wertschöpfung von Butter, Milchpulver und Käse besteht ein Nachholbedarf von 10 – 12 Cent/kg. Die Lage auf den Milchmärkten sollte es ermöglichen, diese Verwertungsdifferenz bei den nächsten Preisverhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel auszugleichen. Ansonsten müsste verstärkt der Absatz auf den Weltmärkten gesucht werden.

LVN

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