Milchpulver Preise

Am Markt für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität hat sich vor dem Monatswechsel zum Mai ein anhaltend festeres Bild abgezeichnet. Die Nachfrage hat sich nach den Feiertagen weiter belebt.

Dabei ergaben sich zusätzliche Absatzmöglichkeiten innerhalb Europas und auch in Drittländern. Die festeren Preistendenzen und noch bestehender Bedarf führten zu einer erhöhten Kaufbereitschaft. Teils noch für den kurzfristigen Bedarf, vorrangig aber für spätere Termine. Zeitgleich lagen die Milchmengen in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden unter den Erwartungen und zeitgleich ging wieder mehr Milch in die Käseproduktion. Dies hat sich dämpfend auf die Herstellung von Magermilchpulver und die Verfügbarkeit von frischer Ware ausgewirkt. Dadurch haben sich die Preise zuletzt weiter befestigt. An der Butter- und Käse-Börse in Kempten wurde für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität zum Monatsende eine Spanne von 1.950 bis 2.050 EUR/t notiert. Das waren 50 EUR mehr als eine Woche zuvor.

Futtermittelware zieht nach
Bei Futtermittelware hat sich das Preisgefüge ebenfalls weiter befestigt. Die Nachfrage fiel zum Monatsende weiter verhalten aus, sodass hier nach wie vor nur vereinzelt Geschäfte zustande kamen. Wo dies der Fall war, lagen die Erlösmöglichkeiten jedoch über dem Vorwochenniveau. In Kempten wurde die Spanne für Futtermittelware im Vergleich zur Vorwoche um 50 EUR auf 1.780 bis 1.800 EUR/t angehoben.

Handel mit Vollmilchpulver belebt
Spürbar belebt zeigte sich auch die Nachfrage nach Vollmilchpulver. Das Neugeschäft fiel zum Monatsende umfangreicher aus, vor allem auch für spätere Termine. Dabei ergab sich seitens der Hersteller weiterer Spielraum für Preisanhebungen. Die nationale Notierung für Vollmilchpulver wurde im Zuge dessen in der 18. Kalenderwoche um 50 EUR auf 2.950 bis 3.000 EUR/t erhöht.

Uneinheitliche Preisentwicklungen bei Molkenpulver
Der Markt für Molkenpulver war Ende April von einem recht ruhigen Verlauf gekennzeichnet. Für Ware beider Qualitäten kamen Geschäfte vorwiegend für kurzfristige Lieferungen in den nächsten drei Monaten zum Abschluss. Dabei tendierten die Preise im Neugeschäft in der Berichtswoche uneinheitlich. Hierzu hat auch die erhöhte Verfügbarkeit an Molke geführt, da die Verarbeitungskapazitäten in der Trocknung teils für die Herstellung von Magermilchpulver genutzt werden. Bei Ware in Lebensmittelqualität gaben die Preise dadurch im Schnitt leicht nach. Dies führte an der Kemptener Börse am oberen Ende zu einer Rücknahme der notierten Spanne um 20 EUR auf 870 bis 950 EUR/t.
Ware in Futtermittelqualität wurde ebenfalls teils zu schwächeren Konditionen gehandelt. Teils bewegten sich die Abschlüsse aber auch auf festerem Niveau. In Kempten wurde die Notierung um jeweils 10 EUR auf 730 bis 770 EUR/t geöffnet.

AMI

Das könnte dich auch interessieren