Pro-Kopf-Verbrauch von Milchprodukten: Trends setzen sich fort

Käsekonsum auf höchstem Niveau der vergangenen zehn Jahre

25. Juni 2026

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Käse insgesamt entwickelte sich positiv. Nach einem vorübergehenden Rückgang im Jahr 2023 stieg der Konsum in den beiden Folgejahren wieder deutlich an.

Mit 26,36 kg pro Kopf wurde 2025 der höchste Wert im Betrachtungszeitraum von 2015 bis 2025 erreicht. Gegenüber 2024 nahm der Verbrauch um knapp 1 kg pro Kopf zu. Im Vergleich zu 2015 ergibt sich ein Zuwachs von rund 7 Prozent.

Milchfrischeprodukte erreichen höchsten Wert der vergangenen zehn Jahre

Milchfrischeprodukte – hierzu zählen Sauermilch-, Kefir-, Joghurt- und Milchmischerzeugnisse sowie Milchmischgetränke – verzeichnen eine positive Entwicklung. Nach einer Phase leicht rückläufiger Verbräuche zwischen 2018 und 2023 stieg der Pro-Kopf-Verbrauch in den vergangenen beiden Jahren deutlich an. Mit 31,95 kg pro Kopf wurde 2025 der höchste Wert im Betrachtungszeitraum von 2015 bis 2025 erreicht. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von 1,11 kg pro Kopf.

Konsummilch nahezu auf Vorjahresniveau

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Konsummilch ist in Deutschland auch 2025 leicht zurückgegangen. Mit 46,14 kg pro Kopf lag der Wert nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (46,19 kg), aber deutlich unter dem Stand von 2015 mit 52,83 kg. Innerhalb des Betrachtungszeitraums von 2015 bis 2025 verringerte sich der Konsummilchverbrauch damit um rund 13 Prozent. Besonders stark fiel der Rückgang zwischen 2020 und 2022 aus.

Strukturwandel im Milchkonsum

Die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre zeigt einen anhaltenden Wandel im Konsumverhalten. Während der Pro-Kopf-Verbrauch von Konsummilch zwischen 2015 und 2025 deutlich zurückging, gewannen verarbeitete Milchprodukte an Bedeutung. Insbesondere Milchfrischeprodukte und Käse konnten ihre Position im Warenkorb der Verbraucherinnen und Verbraucher ausbauen und erreichten 2025 ihre höchsten Pro-Kopf-Verbräuche innerhalb des betrachteten Zehnjahreszeitraums.

BLE/LVN

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Caroline Siede, Ansprechpartnerin der LVN
Dr. Caroline Siede
M. Sc. Agrarwissenschaften  
Marktberichterstattung & IT
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