Qualitätsausschuss der LVN tagte am 29.09.2016
In Folge des Hauptprüfverfahrens der EU-Kommission war es im Sommer 2016 zur Gründung der Fokus Milch GmbH durch die niedersächsische Milchwirtschaft gekommen. Ein Teil der Maßnahmen wird in Zukunft nicht über die LVN, sondern über die Fokus Milch GmbH durchgeführt. Dies betrifft auch große Teile des Milch-Monitorings (Untersuchung auf Aflatoxin, Tierarzneimittel, QAV, Trichlormethan, Melamin und Hormone). Die Untersuchung auf Umweltkontaminanten wie Dioxin, dl-PCB, ndl-PCB, Organochlorpestizide, Schwermetalle und Radioaktivtät wird weiterhin über die LVN selbst erfolgen. Versuchsweise wird der Untersuchungsumfang in 2017 auf eine große Zahl von Pflanzenschutzmitteln ausgeweitet.
Breiten Raum nahm noch einmal die Beratung über die geplante „Niedersächsische Verordnung zum Schutz der Rinder vor einer Infektion mit Paratuberkulose“ (Nds. ParaTB-VO) ein. Bei der Verminderung des ParaTB-Vorkommens steht die Unterbrechung der Infektionskette durch eine möglichst optimale Geburtshygiene im Vordergrund. In den Wintermonaten soll es auf allen Ebenen zu einer intensiven Aufklärungsarbeit über die ParaTB des Rindes und das geplante niedersächsische Verminderungsprogramm kommen.
Die LVN begleitet zwei Forschungsvorhaben auf landwirtschaftlicher Ebene. Eines zur Verbesserung der Eutergesundheit ist soeben angelaufen; ein anderes, das die Verminderung von Kälberverlusten und die Erarbeitung eines neuen Beratungskonzeptes zum Ziel hat, befindet sich mitten in der Umsetzung. Beide Projekte werden Anfang 2018 beendet sein, die Teilnehmer konnten sich über den aktuellen Stand informieren.
Intensiv beraten wurden die Chancen und Risiken, die sich aus dem Rohmilchverkauf ab Hof ergeben. Viele Milcherzeuger sehen darin eine Möglichkeit, ein zusätzliches Einkommen zu erwirtschaften. Die Anschaffung eines Milchabgabeautomaten und die Einrichtung einer ansprechenden Abgabestelle bringen aber vergleichsweise hohe Investitionen mit sich. Die Branche fürchtet sich vor Imageschäden, denn für unaufgeklärte
Verbraucher, die die Milch vor dem Verzehr nicht ordnungsgemäß erhitzen, wird ein nicht unerhebliches Kontaminationspotential mit eventuell in der Milch befindlichen pathogenen Keimen gesehen.
Abschließend ging es um den aktuellen Stand bei der Erarbeitung des Nachhaltigkeitsmoduls über den QM-Milch e.V. und seiner Trägerverbände. Die Kriterien zur Erfassung der Nachhaltigkeit auf Milcherzeugerbetrieben und deren Bewertung stehen fest und über ein Projekt gemeinsam mit dem Thünen-Institut soll die Initiative ab 2017 in die praktische Phase gehen. Bundesweit hat eine große Zahl von Molkereien ihre Beteiligung zugesagt.
LVN/Fritsch
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