Meldungen über Salmonellenfunde in Tierfuttermitteln in Schleswig-Holstein und Bayern
In Bayern sind zwischen dem 13. November und dem 15. Dezember 2017 in dem Straubinger Werk von ADM mehrere Proben positiv auf Salmonellen getestet worden. Es handelt sich um Sojaextraktionsschrot (GVO-frei), welches in Bayern, Österreich, Ungarn und anderen Ländern des Donauraums (Donau Soja) angebaut wurde. Etwa 20.000 Tonnen Sojaschrot stehen laut Medienberichten im Verdacht, mit Salmonellen belastet zu sein. Alle Abnehmer wurden deshalb aufgefordert, Ware aus diesem Zeitraum zu sperren. In Absprache mit der in Bayern für die Futtermittelüberwachung zuständigen Bezirksregierung von Oberbayern wurden alle ADM-Kunden aufgefordert, die betroffenen Partien bzw. Teilpartien weder weiter zu veräußern noch zu verarbeiten oder zu verfüttern
Ebenfalls wurde im Dezember bekannt, dass bei einer Futtermittel-Ölmühle in Schleswig-Holstein, die Rapskuchen verarbeitet, Salmonellen festgestellt wurden. Das Kieler Landwirtschaftsministerium ist nach eigenen Angaben aufgrund eines Hinweises der dänischen Veterinär- und Lebensmittelbehörde darauf aufmerksam geworden, die in einem Lager in Dänemark in einem Tierfuttermittel einen positiven Salmonellennachweis festgestellt hatte. Teile dieser Ware stammten von einer Futtermittel-Ölmühle in Schleswig-Holstein.
Laut Ministerium wurden aufgrund dieser Meldung unverzüglich von der amtlichen Futtermittelüberwachung weitere Nachforschungen bei der betreffenden Ölmühle angestellt. Dabei habe sich herausgestellt, dass auch bereits bei Eigenkontrollen des Herstellerbetriebes Salmonellen in Rapskuchen festgestellt worden seien. Vor diesem Hintergrund müsse davon ausgegangen werden, dass Futtermittel, die mit Rapskuchen aus diesem Werk hergestellt worden seien, möglicherweise mit Salmonellen kontaminiert seien; dies gelte für einen Zeitraum ab dem 24. Oktober 2017. Aufgrund der Verzögerungen seien deutlich mehr Betriebe betroffen als in vergleichbaren Fällen.
Dem Kieler Agrarressort zufolge wurde ermittelt, welche Betriebe bereits Mischfuttermittel erhalten haben, das mit Rapskuchen aus dem Zeitraum ab dem 24. Oktober 2017 hergestellt wurde. Dabei habe sich ergeben, dass nur sieben rinderhaltende und 17 schweinehaltende Betriebe mehlförmiges Mischfutter bezogen hätten. Die weit überwiegende Zahl der Betriebe habe pelletiertes Futter erhalten.
Unmittelbar nach Erhalt der Informationen seien die zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörden in Schleswig-Holstein aufgefordert worden, betroffene Tierhalter, die möglicherweise belastetes Tierfutter erhalten haben, zu informieren. Da nicht ausgeschlossen werden könne, dass über das Futter Tiere mit Salmonellen kontaminiert worden seien, müssten Landwirte in ihrer Eigenverantwortung für die Produktion sicherer und unbedenklicher Lebensmittel die Schlachtbetriebe, in denen ihre Tiere geschlachtet würden, über diesen Sachverhalt informieren.
Damit werde sichergestellt, dass auch in der weiteren Produktionskette die mögliche Salmonellenbelastung des Fleisches bekannt werde und von den Lebensmittelunternehmern alle Maßnahmen ergriffen werden könnten, um gesundheitliche Risiken für die Verbraucher zu minimieren. Zudem habe das Verbraucherschutzministerium die zuständigen Lebensmittelmittelüberwachungsbehörden aufgefordert, betroffene Tierhalter, die Rohmilch ab Hof an Verbraucher abgäben, über die notwendige Erhitzung dieser Milch zu informieren.
Nach neusten Angaben des schleswig-holsteinischen Landwirtschaftsministeriums haben Untersuchungen von Rückstellproben der pelletierten Futtermittel aus dem Zeitraum 24. Oktober bis 28. Dezember 2017 keinen Salmonellennachweis ergeben. Insgesamt wurden 100 Proben begutachtet, die jeweils einer Produktionscharge pro Tag und Mischfutterwerk entstammten.
Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. (LVN) steht mit dem Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Kontakt. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass kontaminierte Futtermittel nach Niedersachsen gelangt sind.
AgE/LVN
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