Weltmilchmarkt – Food Outlook der FAO
Das Wachstum im laufenden Jahr findet erneut vornehmlich in Asien statt, wo die FAO einen Zuwachs um knapp 10 Mio. t (+ 3,7 %) einschätzt, davon allein 5,2 Mio. t in Indien. Eine steigende Milcherzeugung wird auch in anderen Weltregionen gesehen, so in Südamerika (ca. + 4 %), den USA (ca. + 1,8 %) und der EU (+ 1 %). In Neuseeland schließt die zu Ende gehende Saison 2011/12 mit einem Plus von etwa 9 % ab.
Mit dem gestiegenen Angebot setzte Mitte 2011 ein Rückgang der internationalen Preise für Milchprodukte ein. Der FAO-Milchpreisindex, der auf Grundlage von Exportpreisen Ozeaniens für Vollmilchpulver, Magermilchpulver, Butter und Käse kalkuliert wird, bewegte sich von Oktober 2011 bis Februar 2012 zunächst noch in einer Spanne von 200 bis 207. Mit der höheren Produktion zum Ende der Saison in der südlichen und zu Beginn der Saison in der nördlichen Hemisphäre fiel der Index dann im Frühjahr auf den Wert von 186 im April 2012 stärker ab. Neben der Ausweitung der für den Export verfügbaren Mengen wird als eine Ursache für den Preisrutsch auch der gegenüber dem US-Dollar schwächer gewordene Euro gesehen. Trotz des verzeichneten Rückgangs liegen die internationalen Preise für Milchprodukte noch deutlich über den historischen Durchschnittswerten.
Angesichts der derzeit niedrigen öffentlichen Bestände in der EU und den USA bleibt der Milchmarkt nach FAO-Einschätzung empfindlich für plötzliche Änderungen in der Milchproduktion und der Verfügbarkeit von Milchprodukten. Mit den Erwartungen für die Angebotsentwicklung im restlichen Jahresverlauf 2012 dürfte der Druck auf die internationalen Preise weiter anhalten. In der gegenwärtigen Marktentwicklung wird dabei auch eine zurückhaltende Aktivität der Importeure gesehen, die weitere Preisrückgänge erwarten.
Für den internationalen Handel mit Milchprodukten geht die FAO auch im Jahr 2012 von einem weiteren Wachstum aus. Es wird eine stabile Nachfrage gesehen, womit die weltweiten Importe um rd. 4 % auf 52,7 Mio. t Milchäquivalent steigen dürften. Dieses Volumen entspricht etwa 7 % der Weltmilchproduktion. Hauptabsatzmärkte bleiben dabei Asien, Nordafrika, der Mittlere Osten, Lateinamerika und die Karibik. Die zusätzliche Importnachfrage dürfte dabei in erster Linie zu höheren Ausfuhren der Länder Argentinien, Neuseeland und Uruguay führen, während für die USA und die EU mit dem Vorjahr vergleichbare Ausfuhren erwartet werden.
DRV
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