Weltschulmilchtag zeigt: Schulmilch hat ein positives Image

Weltschulmilchtag zeigt: Schulmilch hat ein positives Image

Unter dem Motto „Aus Gras wird Schulmilch“ luden die Organisatoren, u.a. auch die Kreislandvolkverbände Friesland und Wesermarsch sowie die KAG Landfrauen Friesland und Wesermarsch, die kath. Grundschule Oldeoogestraße, Wilhelmshaven, auf den Carlshof bei Sande/Gödens ein. Die Kinder konnten den Weg der Milch verfolgen, füllten Fragebögen aus und verkosteten schließlich verschiedene Milchshakes. Auch in zwei Grundschulen der Wesermarsch wurden Aktionen rund um die Schulmilch gestartet.

In einer Gesprächsrunde auf dem Carlshof tauschten sich Lehrer, der Landkreis, Elternvertreter, Molkereivertreter und Lokalpolitiker über das Thema Schulmilch aus. Auch die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nieder-sachsen e.V. (LVN) war vertreten. Die Bedeutung und Wichtigkeit der Schulmilch für eine gesunde und ausge-wogene Kinderernährung war allen bewusst. Gerade vor dem Hintergrund, dass Grundschulkinder nicht ausreichend Milch und Milchprodukte zu sich nehmen und nicht alle Kinder ihren Kalziumbedarf decken, ist die Milch für das Schulfrühstück unersetzlich. Es stellte sich aber schnell heraus, wo die eigentlichen Probleme liegen. Das Angebot an Schulmilch ist vorhanden und wird auch gerne angenommen, aber es müssen Hürden in den Schulen überwunden werden. Das heißt, die Problematik liegt in der Verteilung der Milch in der Schule. Hier berichteten Schulen von ihren Problemen, wie z.B. dem Zeitproblem und der Organisation. Es wurden aber auch positive Beispiele aufgeführt. So auch in der Haupt- und Realschule Bockhorn, die im Durchschnitt ca. 120 Flaschen bei ca. 500 Schülern Schulmilch am Tag verkauft. Von dieser Schule erhielten die Schulen, die keine Schulmilch haben, hilfreiche Tipps und Anregungen bzgl. der Schulmilchverteilung in der Schule.

Das Fazit dieser Gesprächsrunde war, dass Schulmilch durchaus ein positives Image hat, die Schüler Milch und Milchprodukte gerne trinken – was auch die praktische Milchshake-Verkostung im Vorfeld der Veranstaltung wieder bestätigte – und die Milch in den Schulen gewollt ist.

Trotz der vielen kleinen, oft individuell unterschiedlichen Probleme an den Schulen selber, gibt es eine Reihe an Schulen, die die Schulmilch erfolgreich in ein gesundes Frühstück integriert haben. Daher geht es nun darum, von diesen so genannten Best-Practice-Beispielen zu lernen, sich untereinander auszutauschen und individuell zu schauen, wo man gemeinsam ansetzen kann. Denn wenn alle – Schule, Eltern, Milchwirtschaft – an einem Strang ziehen, findet die Milch auch ihren Weg in die Schule und damit letztendlich zu den Schülern.

An dieser Stelle möchten wir auf unser langjähriges Online-Angebot „Schulmilch“ hinweisen: Wer sich umfassend über Schulmilch informieren möchte, kann sich unter www.milchwirtschaft.de/schulen-und-kitas/index.php schlau machen. Dort finden Interessierte nicht nur eine Übersicht über die Schulmilchlieferanten, sondern auch einen Wegweiser, der KiTas und Schulen bei der Umsetzung einer Schulmilchbelieferung begleiten kann. Die Schulmilch-Hotline der LVN ist per Mail jederzeit erreichbar, per Telefon informieren die Schulmilchexperten der LVN wochentags unter 0441/97382-26 (Susanne Deckert) und 0511/85653-35 (Dorothea Möhring). Für die Zukunft ist ein Ausbau der Online-Aktivitäten auf den Seiten der LVN geplant, z.B. in Form einer Zusammenstellung der meist gestellten Fragen zum Thema als auch einer Präsentation von guten Praxisbeispielen.

LVN/Deckert

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