Erste Lieferung des Impfstoffes gegen die Blauzungenkrankheit nach Niedersachsen

Erste Lieferung des Impfstoffes gegen die Blauzungenkrankheit nach Niedersachsen

Am 19.05.2008 erfolgte planmäßig die erste Lieferung des neu
entwickelten Impfstoffes gegen den Serotyp 8 der Blauzungenkrankheit nach
Niedersachsen. Am 31.03.2008 war in einem gemeinsamen Ausschreibungsverfahren
aller Bundesländer in Deutschland drei Impfstoffherstellern der Zuschlag für
die Lieferung von Impfstoff gegendie Blauzungenkrankheit erteilt worden. Der
Impfstoff aus der ersten Lieferung wird nur für Rinder eingesetzt. Die erste
Lieferung reicht für die Impfung von 70.000 Rindern. Beliefert werden zunächst
die an Nordrhein-Westfalen angrenzenden Landkreise Diepholz, Emsland,
Grafschaft-Bentheim, Hameln, Holzminden, Nienburg, Northeim, Osnabrück und
Schaumburg. Geimpft werden Rinder, Schafe und Ziegen. Ausnahmen werden in
Niedersachsen durch die kommunalen Veterinärbehörden für Mastrinder erteilt.

Der Impfstoff für die Schafe wird Ende Mai erwartet. Die
weitere Belieferung wird wöchentlich erfolgen und voraussichtlich bis zum 17.
Juli 2008 abgeschlossen sein, so dass es möglich ist, die Impfung vor dem zu
erwartenden Höhepunkt der Krankheitswelle im August, September durchzuführen.

Insgesamt ist in Niedersachsen für 1,85 Mio. Rinder und
300.000 Schafe und Ziegen Impfstoff geordert worden. Rinder müssen zweimal im
Abstand von 21 bis 28 Tagen geimpft werden, bei Schafen und Ziegen genügt eine
Einmal-Impfung.

Nach dem die Blauzungenkrankheit 2006 zum ersten Mal in
Deutschland aufgetreten ist und sich 2007 rasant unter erheblichen Verlusten in
der Schafpopulation ausbreitete und bei Rindern zu wirtschaftlichen Schäden wie
Milchrückgang und Aborten führte, wurde der Druck, einen Impfstoff gegen den
hier auftretenden Serotyp 8 zu entwickeln, größer. Die Entwicklung fand unter
erheblichem Zeitdruck statt, so dass die notwendigen Zulassungen noch nicht
vorliegen. Daher erfolgt der Einsatz dieses Impfstoffesim Rahmen einer
Ausnahmeregelung. Ziel des ersten Impfdurchganges ist es, die massiven
klinischen Erscheinungen zu unterdrücken. Es ist davon auszugehen, dass die
Impfung mehrere Jahre durchgeführt werden muss. Für das Jahr 2008 trägt die
niedersächsische Tierseuchenkasse die Kosten für den Impfstoff und gewährt
eine Beihilfe für die Durchführung der Impfung. Das Land beteiligt sich zu 50
% an den Kosten von ca. 12,5 Mio. EUR. 

ML

Ansprechpartner für diesen Bereich

Claudia Renner
M. A. Literatur- und Medienwissenschaften 
Öffentlichkeitsarbeit
0511 / 85653-48
renner@fokus-milch.de

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