

Quotenausnutzung holt auf
Seit der saisonale Tiefpunkt der Milchanlieferung Mitte
Novemberüberschritten wurde, hat sich die rückläufige Tendenz beim
Milchaufkommen in eine leicht steigende umgekehrt. Inzwischen liefern die
deutschen Milcherzeuger wieder etwas mehr Milch als im Vorjahr an die Molkereien
an. Dies wirkt sich auf die Quotenausnutzung aus, die zuletzt aufgeholt hat und
auf98,5 % gestiegen ist.
In den ersten 8 Monaten des Quotenjahres 2006/07 haben die
Molkereien 18 Mio. t Milch von deutschen Milcherzeugern erfasst, das waren 1,8 %
weniger als im Vorjahrszeitraum. Die höchsten Rückgänge waren zu Beginn des
laufenden Quotenjahres zu beobachten. Sie haben sich in den Herbstmonaten
zunehmend abgeschwächt. Im November etwa mit dem Erreichen des Saisontiefs ist
eine Wende eingetreten. Inzwischen wird wieder mehr Milch erfasst als im Vorjahr
um die gleiche Zeit. Mithöheren Anlieferungen als in den Vorjahresmonaten ist
auch bis zum Ende des laufenden Quotenjahres zu rechnen. Im Gegensatz zu den
Vorjahren wurde die anteilige Garantiemenge in der ersten Hälfte des
Quotenjahres in diesem Jahr nicht überliefert, so dass wenig Veranlassung
besteht, die Milchablieferungen im letzten Quartal des Quotenjahres entgegen dem
saisontypischen Verlauf zu drosseln. Im Frühjahr 2007 ist eine
Anlieferungskurve wahrscheinlich, die der Entwicklung der Milchleistungen nach
dem zeitlichen Schwerpunkt der Abkalbungen entspricht. Da Bremsmanöver, die
diesen natürlichen Verlauf der Saisonkurve dämpfen würden, weitgehend
entfallen werden, dürfte sich die Quotenausnutzung in den nächsten Monaten
weiter erhöhen. Offensichtlich sind viele Milcherzeuger bestrebt, mehr zu
produzieren. Dies zeigt sich unter anderem an vergleichsweise hohen Preisen für
Zuchtkühe und-färsen.
Für den Zeitraum April bis November 2006 hat die ZMP in ihrer
jüngsten Hochrechnung eine fettkorrigierte Milchanlieferung von 18,5 Mio. t
errechnet, der eine anteilige Garantiemenge von 18,8 Mio. t gegenübersteht.
Daraus ergibt sich eine Quotenausnutzung von 98,5 %. Innerhalb eines Monats
stieg die Auslastung der Quoten um 0,3 %. Die niedrigere Milchanlieferung in den
vergangenen Monaten hat das saisonale Ungleichgewicht zwischen steigendem
Verbrauch von Milchprodukten wie Butter und Käse im Winter und rückläufigem
Angebot im Herbst verstärkt und so die ohnehin festen Tendenzen am Milchmarkt
verstärkt. Damit haben sie zur Befestigung der Milcherzeugerpreise mit
beigetragen.
Deutschland: Milchquoten April bis November 2006 –
Vorläufige Bilanz
|
in 1.000 t |
2005/06 |
2006/07 |
± |
|
Anteilige Garantiemenge |
18.685 |
18.779 |
+ 0,5 |
|
Milchanlieferung |
18.379 |
18.043 |
1,8 |
|
Fettkorrektur |
512 |
455 |
11,1 |
|
Fettkorrigierte Milchanlieferung |
18.891 |
18.498 |
2,1 |
|
Über-/Unterlieferung |
206 |
281 |
|
|
Quotenausnutzung |
101,1 |
98,5 |
|
ZMP
Ansprechpartner für diesen Bereich


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