EFSA: Keine gv-Bestandteile aus Futtermitteln in Eiern, Fleisch und Milch

18. August 2007

EFSA: Keine gv-Bestandteile aus Futtermitteln in Eiern, Fleisch und Milch

In Lebensmitteln tierischen Ursprungs wie Eiern, Fleisch und Milch konnten
bisher keine Bestandteile von gentechnisch veränderten Pflanzen nachgewiesen
werden, auch wenn die Tiere mit gentechnisch veränderten Futtermitteln
gefüttert wurden. Diese Feststellung trifft die Europäische Behörde für
Lebensmittelsicherheit (EFSA) in einer aktuellen Stellungnahme auf eine Anfrage
der EU-Kommission. Bisher müssen Lebensmittel tierischen Ursprungs nicht
speziell gekennzeichnet werden, wenn die Tiere mit gv-Pflanzen gefüttert
wurden. Es wird jedoch immer wieder die Forderung laut, auch diese Produkte zu
kennzeichnen. Vor dem Hintergrund dieser Debatte hat die EFSA jetzt die
Ergebnisse verschiedener Untersuchungen zusammengestellt, die den Verbleib der
Gene gentechnisch veränderter Futterpflanzen im Körper von
landwirtschaftlichen Nutztieren und den daraus erzeugten Nahrungsmitteln
ausgewertet haben. Der EFSA zufolge kommen alle Untersuchungen zu dem Ergebnis,
dass bisher weder in den Tieren noch in den daraus erzeugten Lebensmitteln
Bruchstücke von DNA oder Proteinen aus gv-Pflanzen nachgewiesen werden konnten.
Bei der Futtermittelherstellung im Verdauungstrakt der Tiere wird das
Erbmaterial der Futterpflanzen in Bruchstücke zerlegt. Deshalb sei die Aufnahme
intakter DNA in das Körpergewebe der Tiere oder in tierische Produkte wie Eier
und Milch sehr unwahrscheinlich. Die EFSA betont in ihrer Stellungnahme, dass
die Aufnahme von DNA- oder Proteinbruchstücken aus dem Darmtrakt in den Körper
ein normaler physiologischer Prozess sei. Diese Fragmente seien so klein und so
weitgehend abgebaut, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit keine biologische
Wirksamkeit mehr hätten. Hinsichtlich gentechnisch veränderter Futterstoffe
hätten Versuche mit Mäusen, die große Mengen gentechnisch hergestellter DNA
verabreicht bekamen, diese Erkenntnisse bestätigt.
CMA

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