Coronakrise: Werden genügend Lebensmittel in Deutschland produziert?

Selbstversorgungsgrad zeigt, wie viel Prozent unseres Verbrauchs wir selbst erzeugen

01. April 2020

Viele Menschen sind durch die Coronakrise verunsichert. Produziert die Landwirtschaft in Deutschland genügend Lebensmittel für uns alle? Wir haben uns den Selbstversorgungsgrad angeschaut. Soviel vorab: Es ist genug für alle da!

Der Selbstversorgungsgrad für viele deutsche Agrarprodukte ist hoch. Foto: ©anaumenko

Deutschland produziert von vielen Lebensmitteln mehr, als wir selbst essen können. Der sogenannte Selbstversorgungsgrad in Deutschland ist hoch. Er gibt an, wie viel Prozent unseres Verbrauchs wir selbst in Deutschland erzeugen. Das BLE (Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung)  und das BMEL (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft) haben dazu Daten zusammengetragen. In der Grafik der AMI (Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH) seht ihr, wie hoch unser Selbstversorgungsgrad für einzelne Lebensmittelgruppen ist.

Käse, Milch, Butter, Kartoffeln: Der Selbstversorgungsgrad durch unsere Agrarprodukte ist in Deutschland hoch. In diser Grafik sind noch weitere Leensmittel und Agrarprodukte aufgezählt. Von vielen Lebensmitteln wird mehr produziert als wir essen können. Quelle: AMI, BMEL, BLE

Auch um unsere Milch und Milchprodukte müssen wir uns keine Sorgen machen. Das zeigt die Versorgungsbilanz zur Milch der BLE. Die Molkereien holen die wertvolle Milch bei den Milchbauern ab und verarbeiten sie weiter.

Selbstversorgungsgrad mit Milch, Coronakrise; Lebensmittel
Die Milchbauern in Deutschland versorgen uns ausreichend mit Milch. Die Grafik zeigt: Der Selbstversorgungsgrad der Konsummilch liegt bei über 100 Prozent. Quelle: BLE

Weitere Daten der nationalen Versorgungsbilanzen von anderen Agrarprodukten (Weizen, Obst/Gemüse, Zucker und so weiter) findet ihr hier.

Die Versorgungsbilanzen geben einen Überblick über die Erzeugung, die Bestandsentwicklung, die Verarbeitung und den Verbrauch wichtiger Agrarerzeugnisse in Deutschland. Mittels Bilanzierung der Versorgung werden auch der Selbstversorgungsgrad und Pro-Kopf-Verbrauch ermittelt.

Hamstern? Nein. Mit Köpfchen einkaufen? Ja.

Wer nicht hamstern, aber so wenig wie möglich in den Supermarkt gehen möchte, um die Ansteckungsgefahr zu verringern, kann den Online-Vorratskalkulator des BMEL nutzen. Klickt euch mal durch!

Weitere Antworten rund um Fragen zur Lebensmittelversorgung gibt das BMEL hier.

Ihr wollt noch mehr wissen zum Thema Lebensmittelversorgung in der Coronakrise? Dann geht’s hier lang:

LVN mit Material von: BLE, BMEL, AMI

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