Forscher wollen Methanausstoß von Kühen auf Null bringen

Stoll soll jetzt an lebenden Kühen getestet werden

15. November 2019

Dänische Wissenschaftler stehen offenbar vor einem Durchbruch bei der Vermeidung von Methanemissionen in der Rinderhaltung. Ein geheimer Stoff soll die Methanfreisetzung unterbinden.

Dänische Forscher haben einen Stoff gefunden, der die Freisetzung von Methan im Versdauungsprozess von Rindern unterbindet. Foto: ©polesnoy/AdobeStock

Medienberichten zufolge ist es Forschern um Prof. Mette Olaf Nielsen von der Universität Aarhus im Laborversuch gelungen, die Freisetzung von Methan im Verdauungsprozess von Rindern durch Zugabe eines bislang noch geheim gehaltenen Stoffes vollständig zu unterbinden.

Zuvor hätten australische Wissenschaftler den Ausstoß des Treibhausgases bereits mit Hilfe eines Zusatzstoffes um bis zu 97 % reduziert. Dieser Stoff sei allerdings in der Nahrungskette nicht erwünscht, so dass dessen Verwendung in der Praxis nicht in Frage komme, heißt es in den dänischen Medien.

Die in Aarhus eingesetzte Substanz soll hingegen schon von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) als unbedenklich eingestuft worden sein, so dass in dieser Hinsicht keine Probleme bestünden. Das Additiv könne den gängigen Vitamin- und Mineralfuttermitteln beigemischt werden. Nielsen will den Stoff nun so schnell wie möglich an lebenden Kühen testen. Wann ein marktreifes Produkt zur Verfügung stehe, könne jetzt allerdings noch nicht gesagt werden, so die Wissenschaftlerin.

AgE

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