Klimaschonend Milch erzeugen

Für die Umwelt: Schonender Umgang mit Ressourcen

Im Jahr 2017 stammten 7,3 Prozent der Treibhausgas-Emissionen in Deutschland aus der Landwirtschaft. Dieser Anteil beruht vor allem auf Methan-Emissionen aus der Verdauung von Wiederkäuern, auf Methan und Lachgas-Emissionen beim Lagern und Ausbringen von Wirtschaftsdünger (Mist und Gülle) sowie auf Lachgas-Emissionen aus landwirtschaftlich genutzten Böden aufgrund von Stickstoffdüngung. Ein großer Teil der klimarelevanten landwirtschaftlichen Emissionen stammt somit aus der Rinder- bzw. Milchkuhhaltung.

Foto: Marco Grundt

Im Vergleich zu 1990 sind die Treibhausgas-Emissionen aus der Tierhaltung deutlich zurückgegangen: Im Jahr 2017 gab es 26,8 Prozent weniger Methan-Emissionen aus Verdauung und Wirtschaftsdüngermanagement und 16,8 Prozent weniger Lachgas-Emissionen aus dem Wirtschaftsdüngermanagement als 1990. Ein wesentlicher Grund dafür ist der Rückgang der Tierbestände in den neuen Bundesländern zu Beginn der 90er Jahre.

Ein weiterer wichtiger Beitrag zum Rückgang dieser Treibhausgase kommt von den Landwirten: Die Verringerung der Emissionen geht auch auf die zunehmende Nutzung von Biogasanlagen sowie die zum Teil gasdichte Lagerung von Gärresten zurück. In Niedersachen stieg die Zahl der Biogasanlagen von 148 im Jahr 2001 auf 1.662 in 2018. Rund ein Viertel der 2018 gezählten Anlagen und damit 22 Prozent der Gesamtbemessungsleistung niedersächsischer Biogasanlagen liegt in Milchvieh- bzw. Grünlandregionen.

Im Bericht „Biogas in Niedersachsen. Inventur 2018“ heißt es: „Der Einsatz von Wirtschaftsdüngern in Biogasanlagen macht sie zu echten Klimaschutzanlagen. Der besondere Vorteil der Wirtschaftsdüngervergärung in einer Biogasanlage ergibt sich durch die Treibhausgasminderung im Viehhaltungsbetrieb. Ein Milchviehbetrieb mit 100 Kühen vermeidet jährlich 100 Tonnen Treibhausgas, wenn er die Gülle möglichst innerhalb weniger Tage in eine Biogasanlage überführt.“ Wie es funktioniert, zeigt Landwirt Gerd aus der Grafschaft Bentheim:

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Während Landwirte weiter nach Verbesserungen für eine noch klimaschonendere Milcherzeugung suchen, müssen sie zugleich Lösungen für die Folgen des Klimawandels in ihren Betrieben finden. Trockenheit, Hitze und Starkregen beeinträchtigen sowohl den Futteranbau als auch die Tierhaltung. Landwirt Torsten aus der Mittelweser-Region zum Beispiel musste seinen Mais im Sommer 2018 aufgrund der Dürre nothäckseln. Dass der vertrocknete Mais sogar Kolben trug, hatte Torsten einer strategisch klugen Entscheidung im Frühjahr zu verdanken:

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