Die Weidehaltung kann für Kälber und Jungrinder Chancen bieten: viel Platz, frische Luft und das Ausleben des arteigenen Verhaltens wirken sich positiv auf Gesundheit, Wachstum, Leistung und Tierwohl aus. Allerdings erfordert eine erfolgreiche Weidehaltung ein sorgfältiges Management, insbesondere im Umgang mit Witterungseinflüssen, Parasiten und Fütterungsfragen.
Während der ersten vier Lebensmonate ist für Kälber eine Einschränkung des Zugangs zur Kälberweide aus entwicklungsbedingten und physiologischen Gründen zeitlich begrenzt möglich. Dennoch stehen viele Betriebe vor praktischen Herausforderungen, etwa bei fehlenden Weideflächen in Stallnähe oder mangelnder Erfahrung mit der Kälberweidehaltung.
Die Arbeitsgemeinschaft „Ökologischer Landbau“ des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. (KTBL) hat eine Arbeitsgruppe initiiert und in Kooperation mit acht weiteren Einrichtungen eine Publikation zum Thema „Kälberweide in der Milchkuhhaltung“ verfasst. Ausgewiesene Expertinnen und Experten für Fütterung, Haltung und Gesunderhaltung von Kälbern sowie für Grünlandwirtschaft waren Teil der Arbeitsgruppe.
Der Leitfaden „Kälberweide in der Milchkuhhaltung“ zeigt praxisnah, worauf es ankommt, und verdeutlicht anhand von zwölf Praxisbeispielen, wie Weidegang mit betriebsindividuellen Lösungen bereits früh im Leben der Tiere gelingen kann. Damit liefert die Veröffentlichung wertvolle Orientierung und konkrete Impulse für landwirtschaftliche Betriebe und Beratungskräfte, die die Weidehaltung von Kälbern nachhaltig und praxistauglich gestalten möchten.
Der Leitfaden kann kostenfrei hier heruntergeladen werden.
KTBL/LVN
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