Umfrage zu BTV-3 und Shamonda-like-Virus: Erfahrungen aus der Praxis gefragt

Studie untersucht Auswirkungen der Tierseuchen auf landwirtschaftliche Betriebe und Familien

07. Oktober 2026

Wie wirken sich BTV-3 (Bluetongue Virus Serotyp 3) und das neu nachgewiesene Shamonda-like-Virus auf landwirtschaftliche Betriebe aus? Dieser Frage geht eine Studie der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf nach.

Im Rahmen einer Masterarbeit werden Landwirtinnen und Landwirte mit Rinderhaltung in Deutschland dazu aufgerufen, ihre Erfahrungen zu BTV-3 und dem Shamonda-like-Virus in einer Online-Umfrage zu teilen.

BTV-3 belastet Rinderhaltungen

Seit 2024 breitet sich BTV-3, ein Erreger der Blauzungenkrankheit, in Deutschland aus. Infektionen können unter anderem mit Fruchtbarkeitsstörungen, Leistungseinbußen, Erkrankungen und Tierverlusten verbunden sein. Neben den unmittelbaren Auswirkungen auf die Tiere können Krankheitsgeschehen und wirtschaftliche Folgen auch für die Menschen auf den Betrieben eine erhebliche Belastung darstellen.

Genau hier setzt die Studie an: Sie soll nicht nur die Folgen der Erkrankungen erfassen, sondern auch untersuchen, wie Belastung, Risikowahrnehmung und Impfentscheidungen zusammenhängen. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, geeignete Ansätze für Prävention und Widerstandsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe abzuleiten.

Neues Shamonda-like-Virus im Blick

Zusätzlich nimmt die Untersuchung das sogenannte Shamonda-like-Virus in den Blick. Das neue Orthobunyavirus aus der Simbu-Serogruppe wurde 2026 erstmals bei Rindern in Deutschland nachgewiesen. Über seine Übertragung und seine Bedeutung für die Rinderhaltung ist bislang noch wenig bekannt.

Die Erfahrungen und Angaben aus den Betrieben können deshalb helfen, mögliche Risiken frühzeitig besser einzuschätzen und Erkenntnisse über die Auswirkungen des Virus zu gewinnen.

Landwirtinnen und Landwirte mit Rinderhaltung können teilnehmen

Die Online-Umfrage richtet sich an Landwirtinnen und Landwirte mit Rinderhaltung in Deutschland. Die Teilnahme dauert etwa zehn bis 15 Minuten und ist bis zum 15. November 2026 möglich.

Die Befragung wird im Rahmen der Masterarbeit von Katharina Günzel an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf durchgeführt. Unterstützt wird die Studie vom Friedrich-Loeffler-Institut, Institut für Epidemiologie, sowie von der Niedersächsischen Tierseuchenkasse.

Unter nachfolgendem Link können Sie an der Umfrage teilnehmen: https://www.umfrageonline.com/c/fanjfvdi

LVN

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Jan-Hendrik Paduch
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