Abrufe von abgepackter Butter auf hohem Niveau

Hamsterkäufe in Folge der herrschenden Verunsicherung

13. März 2020

Am Markt für abgepackte Butter wurde in der zweiten Märzwoche von einer weiteren Belebung der Nachfrage berichtet. Dabei lagen die Abrufe des Handels zuletzt vergleichsweise deutlich über denen der vorangegangenen Woche.

Laut nationaler Verkaufsstatistik wurden auch die Mengen der entsprechenden Vorjahreswoche zum zweiten Mal in Folge übertroffen. Dies war in erster Linie auf einen erhöhten Bedarf der Verbraucher zurückzuführen. Der gesteigerte Absatz des Lebensmitteleinzelhandels kam dabei im Zuge der Hamsterkäufe in Folge der herrschenden Verunsicherung über die weitere Ausbreitung des Coronavirus zustande. Dem Vernehmen nach gab es bereits punktuell erste Lieferengpässe. Die aktuelle Situation führte zudem bei einzelnen Herstellern zu einer Umschichtung bei der Butterproduktion und es wurde vermehrt Formbutter hergestellt. Die Molkereiabgabepreise für Formware zeigten sich zur Monatsmitte nach den Korrekturen im Übergang vom Februar auf März auf dem reduzierten Niveau stabil. An der Butter- und Käse-Börse in Kempten wurde geformte Butter am 11.03.20 mit 3,26 bis 3,34 EUR/kg unverändert auf dem Niveau der Vorwoche fortgeschrieben. Die niedrigeren Molkereiabgabepreise haben sich auf der Verbraucherebene bislang nicht niedergeschlagen. Aktuelle Storechecks der AMI ergaben weiterhin einen Ladenpreis von 1,35 EUR pro 250-Gramm-Päckchen Deutsche Markenbutter im Preiseinstiegssegment.

Kaufzurückhaltung bei Blockbutter

Bei Blockware stellte sich der Geschäftsverlauf Mitte März vergleichsweise ruhig dar. Die Marktakteure agierten überwiegend abwartend. Das Neugeschäft stellte sich dementsprechend im Vorwochenvergleich nochmals gedämpft dar. Anfragen gingen bei den Herstellern nur hier und da ein. Wenn aus den Gesprächen Abschlüsse hervor gingen, bezogen sich diese überwiegend auf Liefertermine im zweiten Halbjahr von 2020 und kamen mit Kunden am europäischen Binnenmarkt zustande.
Preislich stellte sich die Situation weitestgehend unverändert zur Vorwoche dar. Im Zuge dessen wurde bei der Kemptener Notierung am 11.03.20 die Spanne mit 3,40 bis 3,60 EUR/Kg in unveränderter Höhe festgestellt.

Im Hinblick auf das Exportgeschäft zeichnet sich, wenn auch mit vielen Unsicherheiten behaftet, teils eine leichte Entspannung der Lage ab. Zwar verlief der Handel mit Drittländern zuletzt eher in ruhigen Bahnen, aber die Fabriken in Asien, die in Folge des Coronavirus nahezu stillgelegt waren, konnten teils den Betrieb wieder aufnehmen. Bis die Lieferungen wieder normal verlaufen, werden allerdings noch ein paar Wochen vergehen.

AMI

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