Keine gesundheitsschädigende Wirkung von BMMF

MRI und BfR bestätigen Verzehrsempfehlung für Milch

16. Dezember 2022

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das Max Rubner-Institut (MRI) haben eine Neubewertung der Thematik neuartige Infektionserreger „Bovine Meat and Milk Factors“ (BMMF) vorgenommen und eine aktuelle Stellungnahme veröffentlicht.

Demnach stützen weder die aktuellen noch die früheren Ergebnisse die Hypothese, dass es sich bei BMMF um eine neue Art von Erregern handelt. Bislang liegen auch keine Erkenntnisse vor, die belegen, dass BMMF im Menschen und anderen Organismen tatsächlich gesundheitsschädigende Effekte verursachen. Zudem zeigen verschiedene aktuelle Studien, dass BMMF nicht nur in Milch- und Fleischprodukten vom europäischen Rind der Art Bos taurus, sondern auch in zahlreichen anderen Lebensmitteln vorkommen, die sowohl tierischer als auch pflanzlicher Herkunft sind.

Im Februar 2019 veröffentlichte das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) eine Meldung zu BMMF. Dabei wurde von der Möglichkeit eines indirekten Zusammenhanges zwischen dem Verzehr verschiedener vom Rind stammender Lebensmittel und dem Auftreten einiger Krebsarten beim Menschen gesprochen. In der damaligen gemeinsamen Stellungnahme kamen BfR und MRI zu dem Ergebnis, dass die Bewertung gesundheitlicher Risiken durch BMMF aufgrund einer zu dieser Zeit unzureichenden Datenlage nicht möglich sei.

Das BfR und MRI stellen jetzt zusammenfassend fest, dass in Anbetracht der Gesamtheit der derzeit verfügbaren Daten gesundheitliche Beeinträchtigungen durch BMMF oder BMMF-DNA, die in Fleisch- oder Milchprodukten oder anderen Lebensmitteln enthalten sind, für Verbraucherinnen und Verbraucher jeden Alters nicht zu erwarten sind. Auf Basis der aktuellen Evidenz sind die derzeit gültigen Ernährungsempfehlungen nicht anzupassen.

Milch und Milchprodukte sind elementare Bestandteile nationaler und zahlreicher internationaler Ernährungsempfehlungen. Neben gut verfügbarem Protein, enthalten Milch und Milchprodukte viele lebensnotwendige Vitamine und Mineralstoffe. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt daher einen täglichen Verzehr von Milch und Milchprodukten, um die bedarfsgerechte Versorgung mit hochwertigen Proteinen und essenziellen Makro- und Mikronährstoffen in der deutschen Bevölkerung sicherzustellen.


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MIV/LVN/Krause

Ansprechpartner für diesen Bereich

Katharina Krause
M. Sc. Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften 
Öffentlichkeitsarbeit & Ernährungsbildung
0511 / 85653-32
krause@milchland.de

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