Höhere Preisforderungen für Käse im kurzfristigen Geschäft

Rege Nachfrage und knappe Angebotssituation werden sich wahrscheinlich fortsetzen

08. November 2019

Bei anhaltend reger Nachfrage und gleichzeitig niedrigen Beständen tendierten die Preise für Schnittkäse im kurzfristigen Geschäft Anfang November weiterhin fester. Mit dem Absatz im Inland waren die Hersteller sehr zufrieden.

Ami Ergebnisse für Käse

Sie berichteten von zunehmenden Abrufen durch den Lebensmitteleinzelhandel und den GV-Bereich aus bestehenden Kontrakten und teils auch darüber hinaus. Zudem flossen in Richtung Industrie und Export umfangreiche Mengen ab.

Durch den insgesamt hohen Warenausgang bewegten sich die Bestände in den Reifelägern der Hersteller auf niedrigem Niveau und der Käse war bei der Verladung vergleichsweise jung. Das Angebot fiel dabei nur knapp ausreichend aus, das Bestandskundengeschäft konnte aber weitgehend bedient werden. Für zusätzliche Bestellungen oder kurzfristige Anfragen, die im Zuge der anziehenden Preisforderungen zunahmen, stand kaum Ware zur Verfügung. Wo dies doch der Fall war, wurden die Käufer für die Deckung von noch akut bestehendem Bedarf mit höheren Preisforderungen der Anbieter konfrontiert. In der ersten Novemberwoche wurden in Hannover für Blockware mit 2,95 bis 3,20 EUR/kg und Brotware mit 3,00 bis 3,25 EUR/kg weiterhin unveränderte Spannen festgestellt.

Bis zu den Feiertagswochen dürften sich die rege Nachfrage und die knappe Angebotssituation fortsetzen. Dies spricht bis dahin für eine anhaltend feste Preissituation im kurzfristigen Geschäft. Über den Jahreswechsel steht einer umfangreichen Produktion in Folge der feiertagsbedingt fehlenden Auslieferungstage ein geringerer Warenausgang gegenüber. Da die Hersteller bestandsseitig auf niedrigem Niveau in die Feiertagswochen gehen, hoffen diese, trotz des einsetzenden Bestandsaufbaus das Preisniveau im ersten Quartal halten zu können.

  AMI

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