Knappes Angebot beflügelt Rohstoffpreise

Umfangreicher Rohstoffbedarf im Vorweihnachtsgeschäft

22. November 2019

Das Rohstoffaufkommen in Deutschland hat sich Anfang November um das Saisontief stabilisiert. Hier finden Sie genaue Daten zu den Rohstoffpreisen.

Quelle: AMI/ZMB

Das Rohstoffaufkommen in Deutschland hat sich Anfang November um das Saisontief stabilisiert. Berechnungen der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) weisen für die 45. Kalenderwoche bundesweit einen leichten Anstieg der Anlieferungsmengen um 0,4 % aus, nachdem für die Vorwoche noch ein leichter Rückgang festgestellt worden war. Das Vorjahresniveau wurde dadurch zu Monatsbeginn um 0,2 % geringfügig übertroffen.

Zumindest regional scheint der saisonale Tiefpunkt der Anlieferung erreicht oder bereits durchschritten zu sein. Teils berichteten die Molkereien aber auch noch von Rückgängen im Rohstoffeingang. Bundesweit wird der niedrigste Stand der Milchanlieferung üblicherweise im Laufe des Novembers erreicht. Danach steigen die Mengen saisonal und gipfeln zur Milchspitze im Mai.

Umfangreicher Rohstoffbedarf im Vorweihnachtsgeschäft

An den Rohstoffmärkten Mitte November steckten das knappe Angebot und die teils saisonal beflügelte Nachfrage den Rahmen für die preislichen Entwicklungen. Für den Bedarf im Weihnachtsgeschäft stand nur begrenzter Rohstoff zur Verfügung, wodurch sich bei nahezu allen Komponenten der Milch in der Berichtswoche festere Tendenzen zeigten. Dabei hat der Umfang der Aufschläge zuletzt spürbar zugenommen.

Magermilchkonzentrat wurde zur Monatsmitte, bei anhaltend knappem Angebot, weiterhin rege nachfragt. Hersteller von Magermilchpulver und Käse hatten durch den umfangreichen Warenausgang und niedrige Bestände einen hohen Zukaufbedarf, auch um ausreichend Ware für bestehende Kontrakte vorhalten zu können. Damit konkurrierten sie um den begrenzt verfügbaren Rohstoff, was über die Monatsmitte zu einem kräftigen Preisanstieg geführt hat. Unabhängig davon ließen sich die höheren Zukaufpreise für das Konzentrat durchaus auch im Endprodukt abbilden.

Dies war hingegen fettseitig nicht gegeben. Dennoch war Industrierahm gesucht, vorrangig, um im Hinblick auf die vorgelagerten Weihnachtsabsätze bei Formbutter lieferfähig zu sein. Dies führte bei begrenzter Verfügbarkeit zu deutlich erhöhten Forderungen seitens der Anbieter. In der Spitze wurde dabei je Fetteinheit erstmals seit knapp einem Jahr wieder die Marke von 5 EUR erreicht. Der vermehrte Bedarf an Milchfett für die Weihnachtsbutter dürfte die Rahmpreise bis in den Dezember hinein auf erhöhtem Niveau halten. Über Feiertage und Jahreswechsel flacht sich der Preisverlauf dann üblicherweise ab. Auch Rohmilch am Spotmarkt zeigte Mitte November festere Tendenzen. Laut ife Institut in Kiel stieg das Bundesmittel in der 45. Kalenderwoche um 0,4 Ct auf 37,4 Ct/kg.

AMI

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