Rohstoffaufkommen nimmt weiter ab

Mit den zuletzt wieder kühleren Temperaturen wird mit einer Normalisierung des Anlieferungsverlaufes gerechnet.

06. September 2019

Das Rohstoffaufkommen in Deutschland ist, nach dem zwischenzeitlichen Anstieg zum Monatsbeginn, in der zweiten Augusthälfte weiter zurück gegangen und setzte damit den saisonal typischen Verlauf fort.

Für die 34. Kalenderwoche berechnete die Zentrale Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) eine Abnahme von 0,4 % gegenüber der Vorwoche. Damit war der Rückgang im gleichen Umfang ausgeprägt wie bereits eine Woche zuvor. Gleichzeitig wurde das Niveau von 2018 wieder etwas deutlicher überschritten. Zuletzt lag der Vorsprung bei 0,9 %. Von Januar bis Mitte August erfassten die Molkereien schätzungsweise 0,7 % weniger Rohstoff als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.Über den Monatswechsel zum September wurde von den im Zuge der erneut hohen Temperaturen teils von einem verstärkten Rückgang berichtet. Mit den zuletzt wieder kühleren Temperaturen wird allerdings auch rasch wieder mit einer Normalisierung des Anlieferungsverlaufes gerechnet.

Festere Preise an den Rohstoffmärkten

Die Entwicklungen an den Rohstoffmärkten waren Anfang September zunehmend von dem knapper werdenden Angebot beeinflusst. Dabei zeigten sich die Auswirkungen bei Sahne deutlicher als beim Magermilchkonzentrat. Industrierahm verzeichnete in der Berichtswoche nochmals einen deutlichen Anstieg der Erlösmöglichkeiten. Bereits seit Anfang Juli waren festere Tendenzen zu beobachten. Diese Entwicklung hat sich in der Berichtswoche durch das knappe Angebot verstärkt. Auch die Nachfrage stellte sich anhaltend rege dar, was den Preisen zusätzlichen Aufschwung gab. Dies war zum einen die Folge eines belebten Absatzes bei den Frischeprodukten, der von den hohen Temperaturen Ende August profitierte. Zudem beginnt die Vorproduktion fetthaltiger Waren für das Advents- und Weihnachtsgeschäft.
Am Markt für Magermilchkonzentrat zeigten sich die Auswirkungen des rückläufigen Rohstoffaufkommens hingegen weniger deutlich. Zwar nahm das Angebot auch hier ab, jedoch war die Nachfrage nach wie vor eher verhalten. Insgesamt führte dies in der Berichtswoche zu leicht befestigten Preisen. Dennoch war es für die Hersteller mitunter lukrativer den Rohstoff zu verkaufen, anstatt ihn in ihren Türmen zu trocknen. Auch Rohmilch am Spotmarkt verzeichnete einen weiteren Anstieg. Das Bundesmittel lag in der 35. Kalenderwoche bei 34,4 Ct/kg und damit 0,6 Ct über dem Preis der Vorwoche.

AMI

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