EU-Exporte: Deutliche Zuwächse beim Molkenpulver

Markt für Molkenpulver

26. März 2021

Im Januar 2021 kam es zu Verschiebungen bei den Exporten der EU nach Drittländern. Molkenpulver war besonders gefragt. Butter/Butteröl wurde hingegen in deutlich geringerem Umfang ausgeführt als ein Jahr zuvor.

Die Exporte der EU-27 nach Drittländern, ohne den Handel mit dem Vereinigten Königreich, entwickelten sich im Januar 2021 uneinheitlich. Die Ausfuhren des mengenmäßig wichtigsten Exportproduktes, dem Käse, gingen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9 % zurück. Vor allem die USA, der größte Abnehmer von Käse aus der Gemeinschaft, reduzierten ihre Importe um 44 % deutlich. Auch Südkorea und Marokko fragten weniger Ware aus der EU nach.

Die ausgeführten Mengen von Magermilchpulver übertrafen das Vorjahresniveau hingegen knapp. Rückläufig entwickelte sich die Nachfrage aus Ägypten, Nigeria, Saudi-Arabien und Malaysia. Der mengenmäßig größte Abnehmer China führte geringfügig weniger Ware aus der EU ein. Dem standen deutliche Nachfragesteigerungen aus Algerien, dem Jemen und Indonesien gegenüber.

Grafik Exporte von Milchprodukten der EU-27 in Drittländer im Januar 2021

Deutliche Zuwächse beim Molkenpulver

Die Ausfuhren von Molkenpulver übertrafen das Vorjahresniveau um rund ein Fünftel. Dies dürfte unter anderem eine Folge des erneut stark zunehmenden Bedarfs in China sein. Dort stieg die Nachfrage nach Molkenpulver als Futtermittel deutlich, da die Schweinebestände, nach der deutlichen Reduzierung durch die Afrikanische Schweinepest, im vergangenen Jahr wieder aufgestockt wurden.

Die EU-Exporte von Vollmilchpulver verfehlten die Vorjahresmengen knapp. Einem erhöhten Bedarf aus dem Oman, China und den Vereinigten Arabischen Emiraten standen geringere Ausfuhren nach Nigeria, Kuwait und in die Dominikanische Republik gegenüber. Bei Kondensmilch bewegten sich die Exporte nahezu auf dem Vorjahresniveau.

Die Ausfuhren von Butter/Butteröl gingen im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat mit 29 % am deutlichsten zurück. Vor allem Saudi-Arabien, Marokko und die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Ägypten und die Ukraine fragten weniger Ware aus der EU-27 nach. Lediglich China importierte etwas mehr Ware aus der EU. Die Ausfuhren von Kasein und Kaseinaten bewegten sich mit einem Rückgang um 6 % ebenfalls unterhalb der Vorjahreslinie.

Auch die Importe entwickelten sich uneinheitlich

Bei den Importen der EU-27 zeigte sich auf der Ebene der Produkte ein uneinheitliches Bild. Kondensmilch, wurde in einem deutlich geringeren Umfang eingeführt, ebenso Butter/Butteröl, Kaseinate und Laktose. Bei Milch- und Molkenpulver waren hingegen umfangreichere Einfuhren aus Drittländern, ohne das Vereinigte Königreich, zu beobachten.

AMI

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