Festere Preise für Schnittkäse

Marktentwicklung

12. März 2021

Die gedämpfte Milchanlieferung sorgte bei einer gleichzeitig regen Nachfrage für nur knapp ausgeglichene Bestände in den Reifelägern.

Mit Blick auf die bevorstehenden Feiertage und möglichen Lockerungen der Corona-bedingten Beschränkungen rechnen die Hersteller mit verstärktem Kaufinteresse an Schnittkäse.

Grafik Preise für Schnittkäse 2019-2021

Der Markt für Schnittkäse befand sich in der ersten Märzhälfte 2021 in einer insgesamt festen Verfassung. Der Lebensmitteleinzelhandel rief Ware in saisonal üblichen Umfang ab. Mit dem Herannahen der Osterfeiertage gehen die Hersteller von einem Anstieg der Bestellungen aus. Die Industrie benötigte ebenfalls kontinuierlich Ware und rief diese zeitnah aus den Kontrakten ab. Im Bereich der Gastronomie war nach wie vor lediglich der Außer-Haus-Verzehr möglich, was den Bedarf verringerte. Die Bestellungen bewegten sich daher auf dem bisherigen, seit einem Jahr reduzierten Niveau. Mit dem neuen Stufenplan der Bundesregierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wird bei einem entsprechend niedrigem Infektionsgeschehen die Öffnung der Außengastronomie ab Ende März in Aussicht gestellt. In diesem Zuge könnte der Bedarf dann wieder steigen.

Der Export in europäische Länder bewegte sich auf dem bisherigen Niveau. Auch in Drittländern ergaben sich immer wieder Absatzmöglichkeiten für die heimischen Produzenten. Zudem erreichten die Molkereien erste Anfragen für Lieferungen im dritten Quartal.

Die Bestände an Schnittkäse in den Reifelägern haben sich auf dem vergleichsweise niedrigen Niveau der vergangenen Wochen stabilisiert, da sich Produktion und Warenausgang zumeist ausgeglichen gegenüberstanden. Im Zuge der anhaltend gedämpften Milchanlieferung war jedoch kein Bestandsaufbau möglich. Im Hinblick auf die erwartete Belebung der Nachfrage entwickelten sich die Preise zuletzt fester. In Hannover wurde die Notierung am 10.03.21 für Brotware um 5 Ct auf 3,05 bis 3,30 EUR/kg angehoben. Bei Blockware wurde die Notierung mit 3,00 bis 3,25 EUR/kg auf dem Niveau der Vorwoche fortgeschrieben. In den laufenden Verhandlungen fordern die Hersteller höhere Preise.

AMI

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