Milchmarkt stabilisiert sich auf höherem Preisniveau

Niedersachsen

30. April 2021

Bis in den April hinein konnten in allen Produktsegmenten steigende Notierungen festgestellt werden.

Mit Beginn des Jahres 2021 befanden sich die Produktnotierungen auf einem spürbar niedrigeren Preisniveau. Aufgrund der sehr verhaltenen Entwicklung der Anlieferung und der gleichzeitig guten Nachfrage im LEH, bei den Industriekunden und im Export, konnten bis in den April hinein in allen Produktsegmenten steigende Notierungen festgestellt werden. Nach den Osterfeiertagen hat sich ein höheres, stabiles Preisniveau eingestellt.

Während sich auf dem Milchmarkt die Nachfrage im Inland etwas beruhigt hat und der fortgesetzte Lockdown die Entwicklungen im Foodservice weiter zurück geworfen hat, belebt sich derzeit die Nachfrage aus den Nachbarländern, da es dort im Bereich der Gastronomie erste Lockerungen gibt.

Prozentuale Veränderung der Notierungsergebnisse Januar vs. April

Vergleicht man die Notierungsergebnisse aus Januar 2021 mit Ende April 2021, so hat sich auf dem Milchmarkt das Preisniveau seitdem in allen Produktsegmenten erhöht. Bei Magermilchpulver in Lebensmittelqualität liegen die Notierungen im Vergleich um 14% und bei Molkepulver in Lebensmittelqualität sogar um 33% höher.

Auch die Werte aus der Butternotierung (lose Block) konnten sich im Mittel der ersten vier Monate des Jahres um fast 20%-Punkte verbessern.

Beim Käse (Brotware) haben sich die Notierungswerte ebenfalls in den letzten Monaten erhöht – im Mittel in etwa um 5%.

Bei derzeit noch weiter moderat steigenden Anlieferungsmengen verfestigt sich aktuell das erreichte Preisniveau. Absatz und Nachfrage scheinen für die kommenden Wochen vorerst ein neues Gleichgewicht gefunden zu haben.

Die Milchanlieferung wird aber bald ihren Höhepunkt überschreiten und große Mengenentwicklungen sind in den meisten EU-Ländern nicht zu erwarten. Die weiter zunehmende Impfabdeckung wird in den kommenden Monaten dazu führen, dass auch in Deutschland erste Öffnungen in der Gastronomie und der Gemeinschaftsverpflegung wahrscheinlich sind. In den EU-Nachbarländern werden ebenfalls weitere Lockerungen und eine Belebung im Tourismus zu erwarten sein. Eine zunehmende Nachfrage bei gleichzeitig sinkendem Rohstoffangebot und geringen Lagerbeständen werden das Preisgefüge dann erneut wieder in Bewegung bringen.

LVN/Feuerriegel

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