

Der Absatz von Milch und Milchprodukten wird auch zu Beginn des Jahres 2022 als sehr stabil bezeichnet.
Die Mengen, die vom deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) in 2021 abgerufen wurden, lagen zwar in vielen Produktbereichen unterhalb der Mengen aus dem Jahr 2020. Vergleicht man die Absätze aus 2021 jedoch mit Zahlen aus dem Jahr vor der Corona-Pandemie (2019), so ist insbesondere im Bereich des Käses (Selbstbedienung) ein steigender Nachfragetrend auf dem Milchmarkt zu beobachten.


Nach Zahlen der ZMB lagen die Abverkäufe 2021 bei Käse im SB-Bereich um 7,3 Prozent oberhalb der Marke aus 2019. Auch bei Joghurt, Sahne und Mischstreichfetten lagen die Abverkäufe 2021 weiterhin höher als im Jahr 2019. Auch für den Januar 2022 wird von guten Absätzen im deutschen LEH berichtet.
Trotz deutlicher Preissteigerungen, vor allem bei Butter und Käse, wird zudem von einer guten Nachfrage aus dem Großverbraucherbereich und der weiterverarbeitenden Industrie berichtet. Die gute Exportnachfrage aus 2021 setzt sich ebenfalls in den ersten Wochen des Jahres 2022 fort. Gerade im Hinblick auf den März und April 2022 wird vor allem beim Schnittkäse mit Engpässen gerechnet. Aufgrund knapper Rohstoffverfügbarkeit und nicht vorhandener Lagerbestände erfolgen aktuell bereits Mengenzuteilungen durch die Verarbeiter. Mit anziehender Nachfrage aus den südeuropäischen Urlaubsregionen und einer Nachfragesteigerung im Vorfeld des Ostergeschäfts könnte sich diese Situation weiter zuspitzen.
Neben dem positiven Trend beim Absatz von Schnittkäse ist im Jahr 2021 eine Verstetigung im Bereich des Absatzes von Biomilchprodukten zu verzeichnen. Laut Meldung der AMI hat sich der Bio-Anteil an den gesamten Trinkmilcheinkäufen der privaten Haushalte in 2021 auf das bisherige Spitzenniveau von rund 13 Prozent erhöht. Auch Bio-Joghurt (meistens in der Naturvariante) und Biobutter (Anteil von 4,8 Prozent an den gesamten Buttereinkäufen in Deutschland) konnten in 2021 weitere Marktanteile hinzugewinnen.
Bei der Konsummilch sind darüber hinaus auch weiterhin deutliche Verschiebungen zugunsten von Weidemilchvarianten zu verzeichnen. Während der Konsummilchabsatz insgesamt weiter zurückgeht, ist der Anteil an Weidemilch am Gesamtabsatz auf 5,6 Prozent gestiegen.
LVN/Feuerriegel
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